Film in Senegal
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Ousmane Sembene starb am 9.6.2007 in Dakar
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Ousmane
Sembène
-
Le Mandat/Die Überweisung, 1968, 90'
- XALA/L'impuissance temporaire,
1974, 35mm, 128'
- CAMP DE THIAROYE/Camp
der Verlorenen, 1988, 35mm, 90'
Stolz darauf, für Frankreich" gekämpft zu haben, kehren 1944 afrikanische Soldaten
aus unterschiedlichen französischen Kolonien aus dem Zweiten Weltkrieg zurück
ins Lager von Thiaroye an der Peripherie von Dakar. Schlechtes Essen und Verachtung
werden zu ihrem täglichen Brot. Auch als wertvolle Mitkämpfer erhalten sie nur
einen Teil der versprochenen Entschädigung. Enttäuscht entfesseln sie eine Revolte,
die mit brutaler Gewalt unterdrückt wird. Ousmane Sembène arbeitet mit CAMP
DE THIAROYE eine authentische, fast vergessene Geschichte auf. Doch nicht nur
das historische Verbrechen, auch der ungebrochene Widerstand der Unterdrückten
steht im Mittelpunkt des Films.
- CEDDO, 1976,
35mm, 120'
Ceddo, oder: Menschen, die sich weigern. Der Film stellt Westafrika zur Zeit
des Sklavenhandels, des Eindringens von Christentum und Islam dar. Eine Zeit,
in der Menschen zur Ware wurden, sowohl für die Religionen als auch für Geschäftsleute.
Der Imam scheint einen besonderen Erfolg verbuchen zu können, da ihm die Bekehrung
der königlichen Familie zum Islam gelingt. Die Ceddo, eine stolze Volksgruppe,
leisten Widerstand und weigern sich, auf ihre religiösen Werte und ihre Identität
zu verzichten. CEDDO ist eine Vorwegnahme unserer heutigen afrikanischen Staatsstreiche
und eine Reflexion über direkte oder indirekte Verantwortung der Religionen
an der Entfremdung des afrikanischen Menschen - selbst in unseren Tagen". (Ousmane
Sembène, internationales forum des jungen Films 1977)
- SAMORI, 1980, 180'
- GUELWAAR, 1992, 35mm, 115'
- Faat Kiné, 2001, 35mm,120' (verschiedene Kritiken)
-
Moolaadé
Der 81-jährige
Ousmane Sembene hat für den Film "Moolaadé" hat bei den
Filmfestspielen in Cannes 2004 den Preis der Nebenreihe "Un Certain Regard"
gewonnen. Er ist ein narratives Manifest gegen die Genitalverstümmelung
bei Frauen in Afrika.
Übersicht
über Film-Rezensionen; Rezension TAZ
Moussa
Touré
- TGV EXPRESS - Der schnellste Bus nach Conakry, Sen./Fr. 1997, 35mm,
90',
Moussa Sene
Absa
- YALLA YAANA ou Pressés de voir le bon Dieu, Senegal
1994, 30'
| -
TABLEAU FERRAILLE, Senegal 1996, R: Moussa Sene Absa , Farbe, 35 mm, 90
Min., OmU, Preis für beste Kamera Der schnelle Aufstieg und Fall des jungen Politikers Daam, der sich bald im Netz familiäre und politischer Intrigen gefangen sieht, bildet das Zentrum der subversiven und sentimentalen Fabel von Moussa Sene Absa. Tableau Ferraille steht für Absa als Synonym für die afrikanischen Städte der heutigen Zeit in denen Geld als einziges Kriterium für Erfolg und Ansehen gilt. |
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- FRAU BROUETTE, Senegal/Kanada/Frankreich 2002, 104', Farbe, 35mm
Safi Faye
- MOSSANE,
Senegal 1996, R: Safi Faye, Farbe, 35 mm, 105 Min., OmU
Mossane,
das Wort für Schönheit in der Sprache der Serer , erzählt die Geschichte einer
alten Legende, nach der alle zweihundert Jahre eine Frau geboren wird, die wegen
ihrer Schönheit sterben muß. In ihrem Film - in dem sie die Lebensbedingungen
von Frauen im heutigen Senegal reflektiert - appelliert Safi Faye an den Widerstandsgeist
der Jugend, sich gegen den Opportunismus zu wenden, der als Tradition kaschiert
wird.
- Selbe,
eine von vielen, Sen./Fr. 1981, 30'
Cheikh N'Diaye
-
MOUSSO, Senegal 1996, R: Cheikh N'Diaye, Farbe, 35 mm, 17 Min., OmU
Eine junge Frau im Zwiespalt zwischen ihrer großen Liebe, die sie zur Prostitution
zwingt, und ihrer religiösen Erziehung. Verstrickt in dieses Dilemma tötet sie
einen Kunden und wird wahnsinnig.
foto:
annett busch, Locarno 1994
Djibril
Diop Mambéty
(1945 -1998)
- TOUKI
BOUKI, (Die Reise der Hyäne), 1973, 35mm, 110'
Nicht so sehr durch seine vielbeachtete formale Eigenwilligkeit besticht dieser
Film, sondern vielmehr durch seine politische und soziale Weitsicht. Auf seiner
Reise in eine bessere Zukunft, die er in Paris zu finden glaubt und die am Hafen
von Dakar endet, erkennt Mory, daß die Annahme einer fremden Identität nie zu
einer eigenen führen kann. Mit der Besinnung auf seine eigenen Wurzeln leitet
er einen Selbstfindungsprozess ein. Djibril Diop Mambety nimmt damit eine Erkenntnis
vorweg, die später für die Eigenständigkeit vieler afrikanischer Menschen und
Nationen zentrale Bedeutung erhält. Zoom
- HYENES,
1991, 35mm, 113' (senegalesische Adaption des Stückes "Besuch der
alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt)
Es erscheint schon fast wie eine intellektuelle Herausforderung, wenn Djibril
Diop Mambety Dürrenmatts "Besuch der alten Dame" in die Sahelzone verlegt. Denn
es ist durchaus bemerkenswert, wie aus dem absurden Theaterstück, ohne daß es
aufdringlich wirken würde, eine fröhliche Parabel über die Verlockungen des
Kolonialismus wird. Nicht das Geld der alten Dame ist es, was die Honoratioren
des verarmten dorfes ihre Prinzipien vergessen läßt, es sind die Luxusgüter
der Ersten Welt, die die Bewohner der Dritten zu Hyänen macht. "Hyènes" ist
denn auch der treffende und durchaus selbstkritische Titel dieses schönen Films.
Peter Buchka, SZ, 16.5.92 (...) Der Film bleibt oft am Dialogischen und Theaterhaften
kleben und schmälert durch Vereinfachungen und Kürzungen die Psychologisierung
der Personen und die Skurrilität der Geschichte. Zoom, 11/92
- LE FRANC, 1994, 35mm, 44'
Marigo träumt von seiner Congoma, die die boshafte Vermieterin aufgrund ausgebliebener
Mietzahlungen konfisziert hat. Er kauft ein Los der Staatslotterie und klebt
es sorgfältig an seine Tür, hinter das Plakat mit seinem Kindheitshelden. Der
Abend der Ziehung. Die Gewinnummer lautet 555, und sie hängt an seiner Tür.
Marigo sieht sich schon als Besitzer Tausender von Congomas, eines ganzen Orchesters.
Doch das Los haftet fest. Er reißt die Tür aus den Angeln und trägt sie zur
Staatslotterie. Katalog Forum
- LA PETITE VENDEUSE
DE SOLEIL, Sen./CH/Fr. 1999, 45', posthum fertig gestellt, O(Wolof) mU
Seit langer Zeit
ist der Handverkauf von Zeitungen in den Straßen von Dakar den Jungen
vorbehalten. Seit heute Morgen jedoch wird dieses Vorrecht in Frage gestellt.
Was ist passiert? Sili - so haben wir das kleine Mädchen genannt - ist
zwischen zehn und dreizehn Jahren alt. Sie lebt auf den Straßen und bewegt
sich mit Hife von zwei Krücken vorwärts. Sie hält sich neben
den Jungen, die die Zeitungen verkaufen, auf und bettel. Doch an diesem Morgen
wurde sie so heftig von den Jungen angerempelt, dass sie auf dem Asphalt hinfiel.
Dabei öffnete sich ihr Kleid, so dass man ihren fragilen Körper sehen
konnte. Ihre Krücken fand sie meterweit entfernt wieder. Um sich aufzurichten,
musste sie alle ihre Kräfte zusammennehmen. Sie war sehr verärgert.
Daraufhin nahm sie sich fest vor, ab dem nächsten Tag wie alle anderen
auch Zeitungen zu verkaufen. Was für Männer gilt, gilt auch für
Frauen. Doch die kleine Wwelt der Zeitungsjungen ist erbarmungslos. Hier wird
sie mit Schmerzen wie mit Träumen konfrontiert... Und schließlich
auch mit der Freundschaft. Die Geschichte ist ein Hymne auf den Mut der Straßenkinder.
(Djibril Diop Mambety) Rezension
- ERZÄHL
VON GR0SSMUTTER. Bei den Dreharbeiten zu dem afrikanischen Spielfilm YAABA,
Senegal 1989, 16mm, 34', Dokumentation
Die
Dokumentation konzentriert sich auf die Arbeit des Regisseurs Idrissa Ouédraogo
mit den beiden Kindern und der 80jährigen Darstellerin der Yaaba, Fatima
Sangra, die in ihrem bisherigen Leben noch keinen Film, noch nie eine Kamera
gesehen hatte. In einer Schlüsselzene muss sie ihren Tod spielen - dabei
fürchtet sie nichts mehr als den Tod. Ouédraogo versucht auch die
beiden Kidner bei Laune zu halten, die des Wartens in der prallen Sonne überdrüssig
werden. Als während der Dreharbeiten die Regenzeit hereinbricht und die
verdörrte Landschaft innerhalb von Stunden erblüht, passen die gedrehten
Szenen im Schnitt nicht mehr zusammen. "Afrika stellt dem Film seine eigenen
Bedingungen." Mambety dokumentiert ein Stück afrikanische Filmrealität.
(Programmheft Kino Babylon)
Samba
Félix N'Diaye
- Dakar - Bamako, 1991
- Ngor - L'esprit des lieux, 1993/1994
- LES MALLES,
Sen./ Fr. 1989,16mm, Farbe, Lichtton,13', Buch/Regie:
Samba F. N'Diaye, Produktion: Almadies Film, Dokumentarfilm, ohne Worte
Gleich nach der Brücke von Colobane in Waxi Naan, Senegal, sammeln Carlos und
seine Leute alte Metallfässer, die für den Transport von Teer verwendet wurden.
Nach dem Wegschneiden der Deckel verbrennen die Lehrlinge die Teerresten auf
dem Blech. Am andern Tag erscheint eine ganze Mannschaft, die mit ihren Eisenhämmern
das gereinigte Metall bearbeitet. Nach und nach enstehen Überseekoffer aus den
Tonnen, die am Schluss mit eigenwilligen Ornamenten bemalt werden. Den Film
begleitet der Rhythmus der Hämmer, was eine faszinierende Athmosphäre verbreitet
und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. ZOOM
Verleih
Bouna
Medoune Seye
Maler, Fotograf und Filmemacher, Ausstellungen fotografischer Arbeiten
über Kinder in Senegal,
Verrückte in den Straßen von Dakar, Mode, Tanz
- Sai Sai By - Dans les tapats de dakar, 1994, 16mm, 13'
- Videoproduktionen
- Accent Grave, Spielfim, 90': in Vorbereitung
Mansour
Sora Wade
- Le Prix du pardon (Der Preis der Vergebung), 2001
Afrikanisches Drama um Gefühle und Mythen
Der senegalesische Regisseur Mansour Sora Wade nutzte für seinen ersten
Spielfilm die Tradition der Geschichtenerzähler seiner Heimat. Ein Dorf
wird durch ein Naturphänomen blockiert und mit dem Ruin bedroht. Es sind
Nebelschwaden, die nicht weichen wollen und gegen die selbst der Dorfheiler
(James Campbell) machtlos ist. Sein Sohn Mbanick (Gora Seck) dagegen schafft
es, die Nebel aufzulösen und das Unheil abzuwenden. Damit gewinnt er die
Liebe einer Frau und den Zuspruch der Menschen, nur sein bester Freund neidet
ihm den Erfolg.
(Le prix
du pardon, Senegal 2001, 90 Min., mit Gora Seck, James Campbell, Hubert Koundé)
www.kairosfilm.de/programm.htm
Links: afrikanische
Filme
Kirikou and the Sorceresse
(Musik von Youssou N'Dour)
Filme über Senegal
Filmbesprechungen
afrikanischer Filme
www.baobab.at
Evangelisches
Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit
Seite
zu Djibril Diop
Mambety
Vor einem Kino mirt dem Namen Liberté. Wünsche und Wirklichkeiten
im gegenwärtigen Film Schwarzafrikas. NZZ
10.11.2009