Basis-Informationen
zu den Hilfsvereinen ![]()
1.
Senegalhilfe - Verein e.V. (Infobroschüre des Senegalhilfe-Vereins)
Die größeren Projekte des Senegalhilfe-Vereins e.V.
1986 Narkosegerät für das Heinrich-Lübke-Krankenhaus, Diourbel
1987 Schule in Peycouck für 70 Kinder
1988 Behindertenzentrum mit Werkstätten in Mbour
1989 Fabrik zur Herstellung von Konfitüren und Backwaren in Mballing bei Mbour
1989 Behindertenzentrum mit Werkstätten in Thiès
1989 Verkaufskiosk in Thiès
1989 34 Steinhütten im Lepradorf Mballing
1990 Bewässerungsanlage für zwei Hektar Gartenland in Sidi Bougou
1991 Kindergarten für 80 Kinder in Mbour
1991 Friseursalon im Behindertenzentrum Mbour
1991 Verkaufskiosk für Batiknähereien etc. in Mbour
1992 Schülerwohnheim für 14 Behinderte in Mbour
1992 Wasserversorgung für das Dorf Djilor
1993 Einrichten einer Lehrküche im Behindertenzentrum in Mbour
1993 Einrichten einer dritten Klasse für 40 Kinder im Kindergarten in Mbour
1993 Renovierung einer Schule mit neuer Toilettenanlage in Djilor
1993 Verkaufskiosk in Thiès
1993 Renovierung und Ausbau einer Schule mit neuer Toilettenanlage in Peycouck
1993 Fertigstellung des Flüchtlingsdorfs Louly-Ndia für dreißig Familien aus Mauretanien, ein Tierbrunnen, ein Hochbehälter mit 40 cbm Inhalt, 300 m Leitungen versorgen das Dorf und 12 ha Gartenland mit Wasser. Planieren und Urbarmachen von 30 ha Ackerland. Ein Dorfgemeinschaftshaus mit Krankenstation und einem Mehrzwecksaal.
1993 Renovierung der gesamten Wasserversorgung des Dorfes Alt-Louly-Ndia
1994 Kindergarten für 80 Kinder im Behindertenzentrum in Thiès
1994 Renovierung und Einrichtung der Entbindungsstation in Touba-Peycouck
1994 Planung und Beginn eines Gartenbauprojektes (4 ha) für Flüchtlingsfamilien aus Mauretanien und Einheimische
1994 Einrichten einer Werkstatt zur Herstellung und Reparatur von Rollstühlen im Behindertenzentrum in Mbour
1994 Bau einer Schule im Flüchtlingsdorf Louly-Ndia
1994 Beteiligung am Bau einer Augenklinik mit Operationssaal der Schweizer Organisation "Freunde für Senegal"
1995 Bau einer zweiten Schule im Flüchtlingsdorf Louly-Ndia
1995 Einrichten eines Friseursalons und eines Kiosks in Thiès (Existenzgründung)
1995 Erweiterung des Behiundertenzentrums in Thiès durch einen Lagerraum und eine Nachtwächterwohnung
1995 Bohrung eins Tiefbrunnens (64m) mit Motor und Pumpenhaus für das Flüchtlingsdorf Louly-Ndia
1995 Lagerraum für die alndwirtschaftlichen Produkte und Unterkunft für den Nachtwächter in Louly-Ndia1996 Renovierung einer Schule in Djilor
1996 Anschaffung von Motor und Pumpe für die Wasserversorgung in Djilor
1996 "Haus der Behinderten" (Annexe) mit orthopädischer Werkstatt, Rollstuhlwerkstatt, Schlosserei und Schreinerei (mit Lehrlingsausbildung) in Mbour
1996 Drei Häuser für behinderte Mitarbeiter in Mbour
1996 Schneiderwerkstatt in Ndiaganao (Existenzgründung)
1996 Umfangreiche Instandsetzung des Dispensaire in Touba-Peycouck1997 Große Renovierung einer Schule in Djilor
1997 Buchbinderwerkstatt im Behindertenzentrum in Thiès
1997 Bau der dritten Schule im Flüchtlingsdorf Louly-Ndia
1997 Schulbuchaktionen in Louly-Ndia und Djilor
1997 Schuhmacherwerkstatt in Thiès (Existenzgründung)
1997 Gästehaus der Behinderten in Mbour für Mitarbeiter und Besucher
1997 Bau einer Schule in Warang1998 Einrichtung einer Werkstatt zur Herstellung und Reparatur von Rollstühlen im Behindertenzentrum in Thiès
1998 Bau einer Schneiderwerkstatt in Sandiara (Existenzgründung)
1998 Sanierung und Einrichtung einer Produktionsstätte für Konfitüren, Säfte und Sirup in Mbour
1998 Installation einer Hirsemühle für das Dorf Louly-Ndia
1998 Toilettenanlage der Schule in Warang
1998 Behindertenzentrum mit Werkstätten in Tivaouane
1998 Renovierung des Fußbodens in einem Schulgebäude in Peycouck
1999 Bau eines landwirtschaftlichen Ausbildungszentrums in Sandiara
1999 Bau einer Batikwerkstatt im Behindertenzentrum in Thiès
1999 Bau einer dreiklassigen Schule in Mbour-Santhie
1999 Verkaufskiosk in Thiadiaye (Existenzgründung)Im Laufe der Jahre wurden außerdem noch zahlreiche kleinere Projekte verwirklicht.
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2a.
O.N.G. - Hilfe für Senegal e.V. (Infoblatt des Vereins, Nr.1, Mai 1998)
"Jede Mark hilft"- Hilfe zur Selbsthilfe im Senegal!Der mitreißende Rhythmus afrikanischer Trommeln dringt in alle Fasern des Körpers. Wen wundert es da, daß die Trommler immer wieder angestachelt werden, noch ein Stück zum besten zu geben? Diese Lebensfreude, die durch rhythmischen Tanz und Gesang untermalt wird, täuscht jedoch über den wahren Zustand des Lebens vieler Senegalesen hinweg. Not und Elend, Hunger und Arbeitslosigkeit prägen bei den meisten Menschen das Leben. Man lebt im wahrsten Sinne des Wortes von der Hand in den Mund. Nur der enorme, uns Europäern längst abhanden gekommene Sozialverbund der Familien und Stämme untereinander sorgt dafür, daß die Menschen einigermaßen leben können.
Auch unsere Trommler leben von kleinen Gaben der Dorfbewohner in Form von Reis, Hirse, Fisch oder, wenn es hochkommt, mal einem Huhn. Das bißchen Landwirtschaft, das in unserem Dorf Mont Roland durchgeführt wird, ernährt nicht einmal die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger des Dorfes einigermaßen. Viele müssen in die 20 Kilometer entfernte Stadt Thiès wandern, um dort etwas Eßbares für sich und die Familie zu ergattern.
Bei näherem Nachfragen erfahren wir, daß die Regenzeit sechs Wochen zu spät eingesetzt habe. Die Saat der Hirse, die rechtzeitig eingebracht wurde, sei im Boden vertrocknet, so daß es in diesem Jahr kaum eine erfolgversprechende Hirseernte geben würde. Der Wasserbrunnen hat seinen Wasserspiegel auf gut 30 Meter abgesenkt. Das kann die marode Pumpe mit dem ebenfalls maroden Dieselaggregat beim besten Willen nicht mehr leisten. Das Trinkwasser muß also von einem weit entfernten Brunnen, auf dem Kopf der Frauen, in Blech- oder Kunststoffgefäßen transportiert werden. Für die Bewässerung der Felder reicht das natürlich nicht aus. Wasser ist also kostbar. Was ist zu tun, um ein ganzes Dorf mit nahezu 3000 Menschen mit Wasser zur versorgen? Unsere Spezialisten Heiner Gehring, Peter Deckenbrock, Christoph Vogt und Ludger Merschtormann machen sich gleich am nächsten Tag an die Arbeit. Schon kurz darauf kommt das nüchterne Ergebnis ihrer Bestandsaufnahmen. Nichts geht mehr mit dieser Technik. Also, Neubeginn. Noch nicht ganz zu Hause, wird damit begonnen, eine leistungsfähige Pumpe zu besorgen. Dazu gehört ein großes Dieselaggregat, Wasserleitungen etc. etc. Kosten im Gesamtwert von circa 35000 Mark entstehen. Aber was ist das für ein kleiner Betrag, wenn dafür ein ganzes Dorf wieder ausreichend mit sauberem Wasser versorgt werden kann! Die Ernte wird gesichert, und alle hygienischen Maßnahmen werden verbessert.
Wir arbeiten daran. Im November 1998 fahren wir wieder nach Mont Roland und werden die Wasser-versorgung herrichten. Unterstützen Sie uns? Wie gesagt: "Jede Mark hilft!"
"Diese Aktion kann man nicht beenden - sie muß weitergehen"
Franz Josef Frye, Kreisbrandmeister und Motor des Vereins "Hilfe für Senegal", war nicht zum ersten und sicherlich nicht zum letzten Mal im Senegal, um dort Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Daher ist er es auch gewohnt, mit vielen nachhaltigen Eindrücken zurück nach Lüdinghausen zu kommen. Daß die Hilfe für die Region Thiés weltergehen muß, wurde ihm und den übrigen 16 Feuerwehrkameraden aus dem gesamten Kreis Coesfeld auch jetzt wieder bewußt, als die Gruppe von einem erneuten Arbeitseinsatz mit Verteilung eines ganzen Containers an Hilfsgütern aus dem Senegal zurückkehrte. Aber zum Glück denkt auch niemand daran, die "Aktion" einschlafen zu lassen. Im Gegenteil: "Wer einmal drüben gewesen ist, will wieder hin", weiß Frye aus Erfahrung. Zwei Wochen lang arbeiteten 17 Feuerwehrleute in Krankenhäusern, Sozialstationen, Rot-Kreuz- und Feuerwachen, Schulen und Heimen und festigten damit den Erfolg der gesamten Aktion, die mittlerweile seit sieben Jahren andauert.
Die Wehrmänner sowie Gabi Georg und Eva Voss von "Radio Kiepenkerl" hatten nicht nur ihr Engagement und ihren Arbeitswillen mit in den Senegal gebracht. Ein Container - bis an den Rand gefüllt mit unterschiedlichen Hilfsgütern - war schon einige Wochen zuvor auf den Seeweg geschickt worden. Allein die Hilfsgüter stellten einen Gesamtwert von rund 200.000 Mark dar. Hinzu kamen noch einmal Spendengelder in Höhe von 30.000 Mark. Kern des jetzigen Einsatzes war die direkte Hilfe für verschiedene Einrichtungen - beispielsweise die Sozialstationen für Straßenkinder in Thiès. 3500 Kinder, die quasi auf der Straße leben, werden in dieser zweitgrößten Stadt des Senegals vermutet. In armseligsten Verhältnissen vegetieren sie dahin. Auch wenn nicht alle Kinder erreicht werden, so stellen doch Hilfsgüter, die für staatliche, städtische oder islamische Sozialeinrichtungen zur Verfügung gestellt werden, eine erhebliche Verbesserung der Lebensumstände dar.
Ein weiterer Schwerpunkt bildete der Arbeitseinsatz im Krankenhaus von Thiès. Dorthin gingen nicht nur zahlreiche Hilfsgüter. Die Fachleute unter den Wehrmännern sorgten durch die Erneuerung der elektrischen Anlagen dafür, daß zwei Operationssäle wieder genutzt werden können. An diesen handwerklichen Arbeiten wurden auch die Handwerker des Krankenhauses beteiligt, um damit "Hilfe zur Selbsthilfe" zu geben, betonte Frye. Durch die Renovierung der Operationsräume wurde es auch ermöglicht, 25 Augenoperationen - finanziert aus den Spenden aus dem Kreis Coesfeld - während des Aufenthaltes der Wehrmänner durchzuführen. Für die "Helfer" aus dem Kreis war es daher ein besonders ergreifendes Erlebnis, als ihnen ein 74jähriger Mann, der im Zweiten Weltkrieg gegen die Deutschen gekämpft hatte und jetzt erfolgreich am Grauen Star operiert wurde, seinen ganz persönlichen Dank abstattete.
Der Verein "Hilfe für Senegal" ist jetzt auch mit einem eigenen Büro, einem Telefon und Faxanschluß und eine Postanschrift in Thiés vertreten. Bekanntlich genießt der Verein besondere Privilegien: "Hilfe für Senegal" ist als nichtstaatliche Hilfsorganisation anerkannt. Die Einweihung war für die zahlreichen Ehrengäste aus Thiès ein besonderes kulinarisches Erlebnis: Die Gäste präsentierten mit echtem Münsterländer Reibekuchen und Apfelkompott eine bisher im Senegal nicht gekannte Spezialität.
Die praktische, finanzielle und organisatorische Hilfe für die zahlreichen Einrichtungen oder die Menschen unmittelbar war vielfältig. Wenn eine gelähmte Frau dank eines Rollstuhles aus dem Kreis Coesfeld seit 30 Jahren erstmals wieder ihre Behausung verlassen kann, ist das auch für hartgesottene Feuerwehrmänner sicher ein unvergeßliches Erlebnis. Dafür nimmt man dann gern in Kauf, daß die Unterkunfts-, Verpflegungs- und Flugkosten aus eigener Tasche gezahlt werden müssen.
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2b. 06.01.2000: Dankbrief an alle Spender vom Vorsitzenden der O.N.G. - Hilfe für Senegal e.V., Franz Joseph Frye
Zum Ende des alten Jahres und nach Beendigung unserer letzten großen Hilfsaktion gilt es, ein Resümee über die geleistete Arbeit im Senegal sowie über die Verwendung der zahlreichen materiellen und finanziellen Spenden zu ziehen. Wieder fuhren 18 Feuerwehrmänner aus unserem Kreis Coesfeld in das westafrikanische Land Senegal, um dort vor Ort den armen, kranken und bedürftigen Menschen eine Hilfestellung zu geben. Insbesondere wurden wieder solche Projekte gefördert, die von ihrer Aufgabenstellung dazu geeignet sind, einer großen Anzahl von Menschen zu helfen, wie beispielsweise:
die Einrichtungen für die Betreuung der insgesamt 4500 Straßenkinder,
die Brunnenpumpen in 4 Vororten für ca. 15.000 Menschen,
die Medizinstationen und Krankenhäuser für ca. 400.000 Menschen,
die nachgeburtliche Mutter-Kind-Station Goutte de Lait, die etwa 1.000 Mütter betreut,
die Nähstuben für die jungen Mädchen beim Roten Kreuz,
die Kfz.- Ausbildungsstätte für 75 Jungen im CENTEP,
das Gartenprojekt der Jugend von Silmang,
insgesamt 7 Schulen aller Schulformen für ca. 7.500 Kinder und Jugendliche,
75 Operationen am Grauen Star am Hôpital Regional incl. Übergabe von ca. 600 Brillen,
eine Alten- und 3 Behinderteneinrichtungen,
die HNO - Abteilung der Universitätsklinik DANTEC für Tumoroperationen,
das medizinische Zentrum in der Sporthochschule wurde nun für die Bevölkerung geöffnet,
die ambulante, medizinische und zahnmedizinische Behandlungsstation 10ième der Stadt Thiès mit ca. 25.000 Behandlungen pro Jahr (sie wird unser Schwerpunkt im nächsten Jahr ).
Sie sehen schon, eine ziemliche Menge an Aufgaben, die wir uns vor Jahresfrist vorgenommen hatten, dennoch aber restlos durch unsere Fachleute und ca. 50 senegalesische Mitarbeiter in diesem Jahr erledigt wurden. Viele Dankschreiben flattern uns zur Zeit ins Haus. Aber auch schon vor Ort zeigten uns die Menschen wie dankbar sie dafür sind, dass die Deutschen seit nunmehr fast 10 Jahren immer wieder kommen, um ihnen zu helfen. Es ist geradezu immer wieder auch eine Verpflichtung für uns, die von vielen Privatpersonen, Firmen, Schulen, Vereinen und anderen Einrichtungen gespendeten Güter und Gelder sachgerecht im Sinne der Spender sowie der Bedürftigen im Senegal einzusetzen. Aber was wären wir wohl ohne Sie und Ihr persönliches Engagement zum Wohle der Menschen in der sog. Dritten Welt, im Senegal? Viele andere Notleidende, denn immerhin lebt auf unserer Welt 2 / 3 der Menschheit am Existenzminimum, warten natürlich auf Hilfe aus den sog. "Erste Welt Ländern". Wir sollten uns dieser Verantwortung mehr denn je besinnen, denn weder wir, noch diese Menschen können persönlich dafür, dass sie in ihren jeweiligen Kulturkreis hineingeboren wurden. Viele Umweltschäden, wie beispielsweise die Ausdehnung der Sahel-Zone in Afrika um ca. 150 km pro Generation, werden u. a. auch durch die Industrienationen verursacht.
Zum Glück gibt es neben den großen Hilfsorganisationen, die mit ihrem professionellen Management zwar eine hohe Leistungskraft haben, auch noch viele kleine Organisationen, bei denen das soziale, humanitäre und persönliche Engagement überwiegt. Eine solch kleine Einrichtung mit hoher Effizienz sind auch wir. Nur auf Spenden aus unserem relativ kleinen geographischen Raum angewiesen zu sein, bedeutet bei unserem hohen Leistungsniveau im Senegal eine ständige Bereitschaft unserer Mitglieder, immer wieder um Spenden zu bitten und die eingesetzten Geräte und Mittel vor Ort zu warten sowie die Wirksamkeit im Senegal kontinuierlich zu überprüfen. Das tun wir.
Wir möchten uns daher noch einmal für die uns zugewendete Spende bei Ihnen ganz herzlich bedanken. Alles, aber auch alles, jede Mark und jedes Geschenk sind angekommen. Insgesamt waren es in diesem Jahr 40 Tonnen Hilfsgüter im Wert von ca. 1 Million Mark, die mit zwei großen Schiffscontainern in den Senegal verschifft wurden. 75 Menschen konnten wir durch eine Augenoperation, die im Senegal nur 100 Mark kostet, oft nach jahrzehntelanger Blindheit, eine völlig neue Lebensperspektive geben. Vielen anderen konnten wir durch eine Medikamentenspende oder zahntechnisches Material, im Wert von insgesamt ca. 70.000,00 DM, gesundheitlich helfen. Etwa 80 Gehbehinderte, die seit Jahren nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen konnten, wurden durch die Spende von Rollstühlen wieder mobil. Mütter, die die Geburt ihrer Baby´s in der Geburtsstation nicht bezahlen konnten und deshalb in kleinen Hütten, unter sehr primitiven Umständen niederkommen mussten, können nun durch unsere Hilfe kostenlos unter Aufsicht einer Hebamme gebären. Die Straßenkinder bekommen nun regelmäßig eine medizinische Betreuung und eine warme Mahlzeit am Tage. Schulkindern eröffnen sich neue Perspektiven durch die Beschaffung von Sach- und Fachbüchern. Sie erhalten eine bessere Schulausbildung und abgesicherte Schulabschlüsse. Die Liste ist lang, sie könnte unbegrenzt fortgesetzt werden, wenn Sie beispielsweise noch an die Menschen auf dem Lande und in den Vororten denken, für die eine ordnungsgemäße Wasserversorgung nicht nur hygienische Verbesserungen bringt sondern eben auch die Lebensqualität im Allgemeinen und besonders in der ohnehin kargen Landwirtschaft verbessert. Sie wissen ja, Wasser ist Leben.
F.J. Frye, Vorsitzender
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3.
Partnerschaft Sahelzone e. V. (Jubiläumsschrift 10 Jahre "Partnerschaft Sahelzone" &e.V. (1984 - 1994)
Wie arbeitet der Verein "Partnerschaft Sahelzone" e.V.?
Unsere Projekte sind auf die konkreten Bedürfnisse unsere Zielgruppen ausgerichtet: Die Männer einer afrikanischen Dorfgemeinschaft besprechen die Probleme ihres Dorfes. Der Dorfchef bittet dann einen der ortsansässigen Entwicklungsdienste um Hilfe. Dies sind den Dorfbewohnern dabei behilflich, die Bedürfnisse in einen schriftlichen Antrag zu formulieren. Dann suchen sie einen Partner, der die Finanzierung dieser Hilfsmaßnahmen übernimmt. In Mali und Senegal haben wir schon seit langer Zeit sehr gute Verbindungen zu dem Freiwilligen Französischen Entwicklungsdienst (A.F.V.P.). In Kaziba/Zaire sind sogar zwei unserer Vereinsmitglieder beruflich tätig, sie sind also direkt an Ort und Stelle. Diese zuverläsigen und erfahrenen Partner vor Ort sind für den Erfolg unserer Projekte besonders wichtig. Von ihnen bekommen wir auch die Anträge der Dorfchefs übermittelt. Die Anträge enthalten detaillierte Angaben über das gewünschte Projekt mit Zeichnungen, Skizzen, Grundrissen, Materialbedarf, notwendigen Arbeits- bzw. Fachkräften etc. einschließlich einer genauen Kostenaufstellung. Über diesen Antrag wird dann im Vorstand des Vereins beraten und in der Mitgliedervesammlung abgestimmt. Ziel unserer Projekte ist immer die Hilfe zur Selbsthilfe. Das bedeutet, daß die Hilfsmaßnahme für die Dorfgemeinschaft zwar zu einer unmittelbaren Verbesserung führen soll, jedoch müssen die Menschen dort an der Planung und der Durchführung des Vorhabens partnerschaftlich beteiligt werden. Außerdem muß gewährleistet sein, daß die Projekte anschließend dauerhaft und selbständig von den Dorfbewohnern weitergenutzt werden können.
Wie wird nun ein Projekt finanziert? Die Eigenmittel des Vereins setzen sich überwiegend aus Spenden und aus den Mitgliedsbeiträgen zusammen. Außerdem beantragen wir für jedes Projekt einen Zuschuß beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Bonn (BMZ). Das Zuwendungsverfahren des Bundes ist sehr aufwendig und strengen Regularien unterworfen. Unsere Projektanträge haben jedoch bisher immer den Anforderungen entsprochen. In diesen Fällen übernimmt der Bund 75 % der Gesamtprojektkosten. Somit verbleiben für den Verein "Partnerschaft Sahelzone" nur noch die restlichen 25 %. Durch die Bundeszuschüsse ist sogar ein kleiner Verein wie "Partnerschaft Sahelzone" in der Lage, so umfangreiche und aufwendige Maßnahmen, wie z.B. das Wiederaufforstungsprojekt in Kaziba (4-Jahresprojekt, Kosten ca. 168.000.- DM) oder den Neubau einer Schule in Mali (Kosten ca.173. 000.- DM) in Angriff zu nehmen. Schließlich wird von dem Dorf, das den Antrag gestellt hat, auch ein gewisser Eigenanteil erwartet. In der Regel werden daher von Dorfbewohnern die Handlangertätigkeiten selbst ausgeführt. Teilweise sind sie auch in der Lage, Baumaterial [z.B. selbstgebrannte Ziegel) zur Verfügung zu stellen. Die Bauleitung wird gewöhnlich von Fachkräften des o.g. Entwicklungsdienstes übernommen.
Nach Abschluß des Projektes müssen wir dem BMZ eine detaillierte Abrechnung über die verausgabten Mittel vorlegen. Hierdurch wird eine ordnungsgemäße und zweckgebundene Verwendung der Gelder gewährleistet. Nicht ohne Stolz möchten wir erwähnen, daß bisher keine unserer Abrechnungen vom BMZ beanstandet wurde. Abschließend bleibt noch zu sagen, daß die gesamten Spenden sowie die Mitgliedsbeiträge uneingeschränkt und ohne Abzüge in die Projekte fließen, da alle Mitarbeiter des Vereins ehrenamtlich tätig sind und für den Verwaltungsaufwand keine zusätzlichen Kosten entstehen. Nachfolgend wollen wir darstellen, in welcher Weise wir in den vergangenen 10 Jahren Hilfe zur Selbsthilfe geleistet haben.
Hilfsprojekte in Senegal und Mali
Nach einer Sitzung des Dorfrates von Diokoul am 2.7.1985, auf der sich die Dorfbewohner begeistert für die Mithilfe bei diesem Projekt ausgesprochen haben, konnte der Ausbau des ausgetrockneten Brunnens beginnen. Die Dorfbewohner mußten für jeden Arbeitstag 6 Handlanger stellen und für die Unterkunft und Versorgung des Arbeits-Teams sorgen. Diese Auflagen wurden eingehalten. Die Arbeiten begannen am 3.7.1985 und waren am 29.11.1985 abgeschlossen. Der Brunnen ist mit einer Umzäunung versehen, die die Verschmutzung durch Vieh verhinder soll; ein Waschplatz und die Viehtränken liegen etwas außerhalb. Das Wasser wird in Fuhren dorthin geleitet.
Durch die Vertiefung des Brunnens ist auch genügend Wasser vorhanden, um einen 6.000 qm großen Garten zu bewässern. Durch unterirdische Leitungen von 180 m Länge werden 2 Tröge im Garten mit Wasser gefüllt: Von dort muß das Wasser in Gießkannen geholt werden. Die mit der Gartenpflege beschäftigten Frauen wurden mit Werkzeugen und Saatgut ausgestattet. Für dieses Gesamtprojekt wurden keine Geräte (wie Pumpen o.ä.) angeschafft, mit denen die Bewohner durch Reparaturen Schwierigkeiten haben könnten. Für die Instandhaltung des Brunnens und der Anlagen ist ein einheimischer Mauerer zuständig.
Diese Projekt Diokoul hat die "Partnerschaft Sahelzone" alleine finanziert. Dafür mußten 28.530.- DM aufgebracht werden. In ähnlicher Weise wurde bei den Brunnenprojekten in Sare Boyli, Boussoura und Patoulane (Senegal), 1986), in Laminia (Senegal, 1987), in Syllacunda, Djiendji und Maco (Senegal, 1988) und in Boro, Doumanaba und Kolomperepougou (Kignan/Mali, 1993) vorgegangen.
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4.
Arbeitsgemeinschaft Solidarische Welt e. V. (ASW e.V., Info, 5.1.99)
Aktuelle Projekte in Senegal
Der Schwerpunkt unserer Westafrika-Arbeit liegt in Senegal und Burkina Faso. Projektpartner der ASW sind gemeinnützige Gruppen im Land, welche die Verhältnisse vor Ort gut kennen. Meist sind es kleine Organisationen oder auch ein Kreis engagierter Personen, die (noch) nicht über ein großes Büro mit Personal, Fax und Fahrzeug verfügen. In Senegal und Burkina Faso unterstützen wir Gruppen, die - Programme zum Ressourcenschutz, Erosionsschutz oder zur Förderung einer ökologisch angepaßten Landwirtschaft durchführen, - Initiativen von Frauen fördern, - Selbsthilfeprozesse durch Ausbildung, Beratung und Erfahrungsaustausch untereinander fördern - sich ideenreich und beharrlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Landbevölkerung einsetzen.
o Agrinat/Senegal ist eine agro-ökologische Modellfarm und fördert in der Region von M'Bour Austausch und Ausbildung zwischen den Bauerngruppen zu Fragen der Aufforstung und Agrarökologie. In sieben Orten der Umgebung gibt es inzwischen Bauern und Bäuerinnen, die biologisch bewirtschaftete Gemüsegärten unterhalten. Inzwischen wird genug produziert, um auch den Markt in der nächsten Stadt beliefern zu können. Die Organisation des Transports und die gemeinschaftliche Vermarktung sind Bereiche, die als nächstes angegangen werden.
o CIRPED ist ein Zentrum für Umwelt und dauerhafte Entwicklung in Koungheul. Es betreut Bauerngruppen in der Region, organisiert Seminare und führt Studien durch. ASW gab einen Zuschuss zum Aufbau das Büros. Später wurden Studien und Seminare gefördert, die in Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung und Verwaltung zur Ausarbeitung eines Raum-Nutzungsplanes "von unten" führten. Daran anschließend folgt jetzt in 7 Zonen die Einrichtung von Baumschulen und entsprechende Ausbildungsprogramme.
o Die Gruppe ASAFODEB führt Alphabetisierungskurse in lokalen Sprachen durch, bildet Alphabetisateure aus und produziert kleine Publikationen, die auch auf den Märkten verkauft werden. Um das Lesen weiter zu fördern, werden nach und nach kleine Dorfbibliotheken aufgebaut.
o ENDA-PRONAT unterstützt Bauerngruppen im Osten des Senegal, um Alternativen zum pestizidintensiven Baumwollanbau zu finden. Kulturen wie Hibiskus oder Sesam werden integriert, um den bei Baumwollanbau in Monokultur auftretenden Schädlingsbefall zu reduzieren und die Produktion biologisch angebauter Baumwolle zu ermöglichen. PRONAT hat das Ökosystem als Ganzes und den rationelleren Umgang mit den vorhandenen Ressourcen insgesamt im Blick. Ebenso wie agro-ökologische Techniken und Fragen spielen Besuche und Erfahrungsaustausch mit anderen Bauerngruppen eine große Rolle. (siehe auch Biobaumwolle)o Form'Action kümmert sich um Umweltprobleme in der Region Kolda/ Casamance; die fortschreitende Savannisierung, hervorgerufen durch einen sinkenden Grundwasserspiegel, häufige Buschfeuer, starke Zunahme der landwirtschaftlich genutzten Flächen und entsprechender Rückgang von Waldflächen. Die Bevölkerung wird für Umweltproblematik sensibilisiert, es werden Baumschulen eingerichtet und "grüne" Feuerschutzwälle angelegt.
o In Thiaroye, einem der zahlreichen "Vororte" der Hauptstadt Dakar, leben viele gestrandete und sozial benachteiligte Familien. Eine Gruppe von Müttern hat sich organisiert, um für ihre Kinder Betreuung, Schulausbildung und ein berufliches Ausbildungsprogramm zu beginnen.o Mit der Bauern Organisation AJAC/ Kolda aus der Casamance, dem südlichen Landesteil des Senegal, unterstützt ASW 4 Biohöfe als Experimentier- und Ausbildungsfarmen,.Einzelne Techniken des Biolandbaus sind im Senegal wohl bekannt; für das Denken in "Systemen" gibt es jedoch fast kein Anschauungsmaterial. Die wichtigsten Funktionen der vier Farmen sind:
- sichtbare Beispiele für biologische Produktionssysteme unter lokalen Bedingungen;
- Techniken des Biolandbaus können im realen Umfeld getestet und an die örtlichen Bedingungen der Kleinbauern angepasst werden;
- sie zeigen, dass es ökonomisch möglich ist, vom Biolandbau zu leben und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schützen;
- sie bieten Orte für Ausbildung und Studien. Die Bauern können dort sehen, wovon die Berater in den Dörfern reden.
o ADZK, "Vereinigung für Entwicklung in der Region Koungheul", führte eine Studienreise zu anderen Bauernorganisationen durch. Nach der Auswertung organisierten sie auch für ihren Ort einen Workshop, um Umweltprobleme und die soziale Situation zu untersuchen. Ein Dorfentwicklungskomitee entstand und ein Aktionsplan wurde erarbeitet. Ziel ist, die zunehmende Degradierung des Bodens zu stoppen, ökologische Techniken auszuprobieren und die soziale und kulturelle Basis in den Dörfern zu erhalten (Unterstützung der Ärmeren durch Geräteausleihe oder subventionierte Saatgutbeschaffung).
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5.
Hilfe für Afrika - "Wasser für Senegal" e.V. (Internetseite www.oberstdorf.com/soziales/senegal)
Ein Entwicklungsprojekt stellt sich vor
In Afrika existieren 3 Riesenprobleme: 1. Wasser 2. Wasser 3. Wasser
Der Verein "Hilfe für Afrika - Wasser für den Senegal e.V." betätigt sich im Norden des Senegals in der berüchtigten Sahelzone ca. 200 km östlich von der Hauptstadt Dakar (Region Thiès und Diourbel). Das Land Senegal ist mit etwa 196.000 qkm so groß wie Deutschland und hat ca. 7 Millionen Einwohner. 90% der Bevölkerung sind Moslems, etwa 7-8% Christen und der Rest gehört Naturreligionen an.
Ziel des Vereins ist es, die Bevölkerung in der dortigen Region ausreichend mit sauberem Wasser zu versorgen. Dieses Ziel wird mit dem Bau von Brunnen in verschiedenen Dörfern verwirklicht. Die Gründung des Vereins erfolgte im Februar 1992. Er umfasst derzeit ca. 240 Mitglieder. Die Finanzierung der Brunnenbauprojekte erfolgt über Mitgliedsbeiträge und Spenden (Dia-Vorträge, Benefizkonzerte, Wohltätigkeitsveranstaltungen etc.) sowie durch die Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Ein Oberstdorfer Hotelier beispielsweise verzichtete zu seinem 80. Geburtstag auf sämtliche Geschenke und bat um Geldspenden zu Gunsten des Vereins, was einen Erlös von 8.000.- DM erbrachte. Jede Person kann Mitglied werden. Der Jahresbeitrag beträgt 20.- DM. Weitere freiwillige Spenden sind hilfreich.
Jährlich erfolgen mindestens zwei Besuche des Vereins mit Gruppen von 4 bis 6 Personen (Dauer ca. 2 bis 3 Wochen), um das Fortschreiten der Arbeiten zu begutachten und dem Verein Bericht über die Zustände und Probleme vor Ort zu liefern, sowie neue Projekte zu erkunden. Natürlich werden die Kosten für Flug und Aufenthalt von den Reiseteilnehmern aus eigener Tasche bezahlt.
Bisher wurden 14 Brunnen fertiggestellt, welche 10 - 12.000 Menschen mit Wasser versorgen. Weitere 5 Brunnen sind derzeit im Bau. Die Brunnen mit einer Tiefe zwischen 20 und 50 Metern werden von Hand gegraben. Die Kosten betragen 10.000 - 12.000.- DM je Brunnen. In die Brunnen werden keine elektrischen Pumpen eingebaut, sondern das Wasser wird nach wie vor von Hand gefördert, um kostbares Trinkwasser knapp und etwas beschwerlich zu halten. Unser Grundsatz - "Hilfe zur Selbsthilfe". Keinerlei Eingriffe in das Kulturleben der einheimischen Bevölkerung. Deshalb auch Wasserholen von Hand und Treffpunkt der Frauen am Brunnen, um sich gegenseitig austauschen zu können. Jeder Fortschritt muss von der Bevölkerung selbst kommen. Die Dorfbevölkerung muss 250.000 CFA Eigenbeteiligung ( das sind ca 800.-- DM) selbst tragen, um einen Bezug zu ihrem Brunnen zu erhalten. "Wir wollen keine Geschenke verteilen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe leisten."
1996 haben wir in Thiès ein Werkstattgebäude mit Unterkunftsräumen für unsere Helfer im Rohbau kostenlos bekommen und 1998 weitgehend fertiggestellt. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 30.000.- DM. 1995 wurde ein Dieselstromaggregat in den Senegal geschickt, um während des Brunnenbaus Grundwasser abzupumpen, sowie einen Kompressor angeschafft, um bei felsigem Untergrund die Arbeiten zu erleichtern. Durch den Brunnenbau wird auch ein Beitrag geleistet, die einheimische Dorfbevölkerung von der Landflucht abzuhalten, um im eigenen Dorf bleiben zu können. Vor einer Hochzeit von Partnern aus verschiedenen Dörfern ist es oft entscheidend, ob in einem Dorf Wasser vorhanden ist. Wasser ist Leben! Jede Hilfe kommt unseren Mitmenschen zugute, die nicht das Glück hatten, im Wohlstand geboren zu sein.
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6.
Kinderhilfe Senegal e.V. (Selbstdarstellung Internet)
Das Ziel unserer TätigkeitTrotz jahrzehntelanger staatlicher Entwicklungshilfe und Katastrophenhilfe durch die Industrieländer hat sich die Lage der meisten Schwarzafrikaner keineswegs verbessert: Hunger und Seuchen, Krieg und Flüchtlingselend bestimmen ihren Alltag. Eine sorgfältige Analyse der Ursachen für dieses Faß ohne Boden zeigt: Entscheidend ist die Tatsache, daß es in den Ländern Schwarzafrikas an einer Wirtschaftsstruktur fehlt, in der die Menschen langfristig unabhängig und selbständig ihre Existenz sichern können. Erst wenn möglichst vielen Kindern die Chance auf eine gute Schul- und Handwerksausbildung geboten wird, kann nach und nach eine regionale Wirtschaftsstruktur mit mehr Arbeitsmöglichkeiten auf dem Land entstehen. Erst wenn die nachwachsende Generation auf dem Land eine konkrete Existenzperspektive erhält, wird die Elendsflucht in die großen Städte und nach Europa aufhören!
Vorbeugen ist besser als heilen . . .
Unter diesem Motto haben wir im Süden des Senegal vor sieben Jahren Entwicklungshilfe der besonderen Art begonnen: In Baïla, einer Gemeinde nahe der Provinzhauptstadt Ziguinchor, finanziert die Kinderhilfe Senegal e.V. zwei Schulprojekte: eine dreiklassige Vorschule in Ergänzung zur vorhandenen Volksschule, ein Schreiner- und Zimmerer-Ausbildungszentrum für die Volksschulabsolventen zur Wiedereinführung regionaler Handwerkstechniken Die Idee für das Schulprojekt stammt von dem einheimischen Lehrer Abass Goudiaby, mit dem die Vereinsgründer seit einigen Jahren befreundet sind.
Aus der ursprünglich rein privaten Initiative ist inzwischen ein Musterbeispiel für "Hilfe zur Selbsthilfe" geworden - ein Pionierprojekt für die Entwicklung einer ganzen Region!
Das erste Projekt der Kinderhilfe Senegal e.V. wurde 1995 begonnen: In Baïla wurde mit einem Aufwand von ca. 17 000 DM eine gemeindliche Vorschule (École Maternelle) fertiggestellt und eingerichtet. Seit Oktober 1998 ist die Vorschule in Betrieb. 90 Kinder aus der Region werden in 3 Gebäuden für 3 Jahrgangsgruppen von qualifizierten einheimischen Erziehern spielerisch auf Lesen, Schreiben und Rechnen vorbereitet. Dabei spielen frühes Bewußtsein für Umwelt und Gesundheit eine wesentliche Rolle.
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7.
Förderverein "Kinderkrankenhaus Joal" e.V. (Selbstdarstellung Internet)
Wir über uns
Am 9.4.1996 gründeten Gäste des Clubs ALDIANA SENEGAL in Nianing/Senegal den Förderverein "Kinderkrankenhaus Joal", der zwischenzeitlich beim Amtsgericht Wetzlar im Vereinsregister (VR 1492) eingetragen und vom Finanzamt Wetzlar unter der Steuer- Nr. 3925060234 seine Anerkennung als gemeinnützig gefunden hat.
Der erste Vortand des Vereins besteht aus dem 1. Vorsitzenden Albert Pantle, Richter, Leun, dem 2. Vorsitzenden Bernd Damer, Dip.- Ing., Vienenburg, und dem Schatzmeister und Schriftführer Gerhard Schmidt, Apotheker, Ürzig
Der Verein hat sich im Rahmen der Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege zum Ziel gesetzt, insbesondere die medizinische Versorgung der Kinder im Kinderkrankenhaus Joal, Fadiouth/Senegal zu unterstützen.
Das Krankenhaus wurde 1985 von 30 deutschen Soldaten in ihrem Jahresurlaub erbaut und wird von dem Verein "Die Bundeswehr hilft Kindern in der dritten Welt" unterstützt. Dieser Verein ist auch Träger des Krankenhauses und kommt für die Personalkosten - gemeinsam mit dem Verein "Freundeskreis des Kinderkrankenhauses Joal", Spaichingen - auf. Für einen Großteil der medizinischen Versorgung, insbesondere mit medizinischem Gerät und Arzeneimitteln stehen keine ausreichenden Mittel zur Verfügung und können im Regelfall auch von den Eltern der Kinder - es werden Frühgeborene bis zu 15- jährigen Jugendlichen behandelt - nicht aufgebracht werden.
Ostern 1996 arbeiteten an dem deutschen Krankenhaus - Pédiatrie Sociale - der deutsche Arzt Bernd Kühlmuss, der mauretanische Arzt Dr. Adama Hamadi Diop, eine Krankenschwester (examiniert), ein Krankenpfleger (examiniert), eine in Deutschland ausgebildete Apothekenhelferin, drei Krankenpfleger, ein Hausmeister und Wächter, drei Praktikantinnen und ein Praktikant. In einem angegliederten kleinen Labor sind einheimische Laboranten beschäftigt.
In dem Kinderkrankenhaus sind zwischenzeitlich viele zehntausend Kinder behandelt worden, die Akzeptanz in der Bevölkerung ist überwältigend, nicht selten kommen die Patienten aus Dakar, Kaolack, Fatick oder anderen weit entfernten Städten und Dörfern nach Joal zur Untersuchung und Behandlung. Von Röteln über Verbrennungen bis hin zu den tropischen Erkrankungen wie der Cholera oder Malaria reicht das Behandlungsspektrum. Neben der stationären Behandlung - es gibt 12 Betten für Kinder, die während der Behandlung meistens von ihren Müttern und Geschwistern begleitet werden - werden täglich rund 100 Kinder ambulant behandelt.
Durch den Förderverein Kinderkrankenhaus Joal e.V. soll das bereits bestehende Engagement ergänzt werden und insbesondere die Behandlung der Kinder und ihre medizinische Versorgung sichergestellt werden. Der Verein finanziert sich und seine Aufgaben aus den Mitgliedsbeiträgen (Jahresbeitrag DM 25,-), Geldspenden und Sachzuwendungen, die im Bedarfsfall - insbesondere auch durch die Mitglieder des Vereins im Rahmen ihrer Urlaubsaufenthalte im Club ALDIANA SENEGAL - dem Ärzteteam zur Verfügung gestellt werden sollen.
Zwischenzeitlich waren am Kinderkrankenhaus Joal die deutschen Ärzte Dr. S. André Gutcke und Dr. Marcellus Fischer tätig. Zur Zeit - im Herbst ´97 - versieht Dr. Salvatore Schmidt seinen Dienst dort. Es ist ein Wohnhaus für die Ärzte und eine Isolierstation entstanden. Mit der Hilfe unseres Vereins ist ein Notstromaggregat angeschafft worden, durch das das Krankenhaus von der öffentlichen Stromversorgung, die häufiger einmal ausfällt, unabhängig geworden ist.
Bis zum Jahresende 1997 wird der Förderverein Kinderkrankenhaus Joal e.V. seit seiner Gründung aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Auflagen ca. DM 60.000,- zur Verfügung gestellt haben. Der Senegal hat derzeit ca. 8 Mio. Einwohner. Es gibt ca. 400 Ärzte, von denen 300 in der Hauptstadt Dakar praktizieren. Für den Rest des Landes stehen 100 Ärzte zur Verfügung - davon sind nur 3 (!!!) Kinderärzte. Das Kinderkrankenhaus Joal ist von den Gesundheitsbehörden des Senegal anerkannt.
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8. .
Presse-Basisinformationen der
AKTION CANCHANABURY- Leprahilfe Hans Reinhardt e.V.
Gegründet am Weltlepratag Januar 1961, Gründer Hans Reinhardt (1931-1978), Bochum
Wie alles anfing:
Die Aktion Canchanabury ist nach dem Bochumer Hans Reinhardt benannt. Bereits mit vier Jahren erkrankte er an rheumatischem Fieber und war nach weiteren Rheumaschüben mit 17 Jahren für immer an den Rollstuhl gefesselt. Sein eigenes Schicksal vor Augen, wollte er den Menschen helfen, denen es nach seiner Überzeugung "noch dreckiger" ging als ihm selbst: Den Leprakranken. Während seiner langen Krankenhausaufenthalte hatte er viel über das Leid dieser Menschen gelesen. Er war von der Idee besessen, für diese Menschen ein "ideales Krankenhaus" zu bauen, das sich deutlich unterschied von den teilweise "unmenschlichen" Einrichtungen, mit denen er während seiner zahllosen Krankenhausaufenthalte negative Erfahrungen gemacht hatte. Gemeinsam mit Freunden in der kath. Christkönig-Gemeinde in Bochum begann er durch zahlreiche Aktionen und Informationsveranstaltungen auf sein Vorhaben aufmerksam zu machen. Reinhardt fand mit seinen Aktionen schnell bundesweit viele Mitarbeiter und Spender. 1961 gründete er die "Aktion Leprakrankenhaus Canchanabury e.V.". Mit dem gesammelten Geld wollte der Gründerkreis in Canchanabury/Thailand ein Leprakrankenhaus bauen. Das Projekt scheiterte damals an der Ablehnung der thailändischen Regierung. Grund: In Canchanabury, das direkt an der berühmten "River-Kwai-Brücke" liegt, sollte ein touristischer Hotelkomplex gebaut werden. Hans Reinhardt und seine Freunde ließen sich dadurch jedoch nicht entmutigen.
Getreu seinem Wahlspruch "Laßt uns nicht auf andere warten, sondern laßt uns selbst etwas tun!" suchte er einen neuen Projektpartner. Gemeinsam mit dem Orden der "Weißen Väter" wurde 1964 in Badiya, in der Provinz Ituri im Nordosten Zaires (damals noch Belgischer Kongo) mit dem Bau eines Zentrums für Leprabehandlung begonnen. Es folgten weitere Zentren in Bunia/Zaire, Aru/Zaire, Lukupa/Sambia und viele andere. Hans Reinhardt verstarb am 23. Januar 1978. Kenneth Kaunda, der berühmte erste und langjährige Präsident Sambias, verglich Hans Reinhardt anläßlich der Eröffnung des Leprazentrums Lukupa mit dem "Barmherzigen Samariter" des Neuen Testaments.
Die Aktion heute: Erst Gesundheit schafft Entwicklung!
Die Aktion ist nach dem Tode Hans Reinhardts weiter gewachsen. In 11 Ländern Afrikas sowie in Indien unterstützt bzw. fördert sie z.Z. 26 Projekte und arbeitet dabei mit 20 Projektpartnern zusammen. Neben dem Schwerpunkt Lepra- und Tuberkulosebekämpfung sind in den vergangenen Jahren neue Aufgaben hinzugekom-men: Entwicklung und Erprobung der den jeweiligen Ländern angepaßter Konzepte der Gesundheitsversorgung, Aufbau von Basisgesundheitsdiensten, Integration der traditionellen afrikanischen Medizin, Ausbildung von med. Fachkräften, Aufklärungs-kampagnen, Mutter-Kind-Programme, Aids-Waisen-Projekte uvam. Gemeinsam mit ihren Projektpartnern in den Entwicklungsländern versucht die Aktion die Gesundheitsversorgung und die Lebensbedingungen der Menschen dort nachhaltig und langfristig zu verbessern. Diese Arbeit - abseits medienwirksamer Katastrophenhilfe - ist ein Weg der "kleinen Schritte" und setzt auf partnerschaftliche Zusammenarbeit, Förderung von Eigeninitiative, Zuverlässigkeit, Geduld und die Bereitschaft, voneinander und miteinander zu lernen.
Projekte der Aktion Canchanabury in eigener Trägerschaft:
- Aide aux Lépreux et Tuberculeux de l'Ituri (ALTI) / Dem. Rep. Congo Lepra-/TB-Projekt, Basisgesundheitsdienste, Mutter-Kind-Programme, 3 Behandlungszentren in Bunia, Badiya, Aru und 18 Außenstationen sowie mobile Behandlungsteams, 96 Mitarbeiter
- Hôpital Traditionnel de Keur Massar / Sénégal Zentrum für traditionelle afrikanische Medizin (Lepra, TB, andere Krankheiten) mit angeschlossener Schule und Reha-Einrichtungen sowie 14 Außenstationen im ganzen Land, 63 Mitarbeiter
von der Aktion geförderte Projekte:
- Leprastation Kama und Hospital Kampene/D.R.Congo (Medikamente und Behandlungskosten)
- Zentrum für Leprainvaliden in Samanko/Mali (med. Versorgung, Betriebs- und Personalkosten)
- Hospital Attat/Äthiopien (Ausbildung einheimischen Personals, Brunnenbau, Leprabehandlung)
- Hospital Sefwi-Asafo/Ghana (Tuberkulosebehandlungs- und -kontrollprogramm
- Leprakampagne des Pfadfinderverbandes "Scoute du Togo"/Togo (landesweite Aufklärungs- kampagne)
- Malariakampagne des Pfadfinderverbandes "Scoute du Togo"/Togo (landesweites Vorbeugungsprogramm)
- Referenzkrankenhaus in Nyasseng/Kamerun (Planung, Bau und Einrichtung) - in Planung - RESEP
- integrierte Dorfentwicklung in Damongo/Ghana - in Planung -
- mobile Gesundheitsdienste in der Diözese Tororo/Uganda (Fahrzeuge, Baumaßnahmen)
- AIDS-Waisen-Projekte in Tororo, Masaka und Kampala/Uganda (med. Betreuung, Schulgelder)
- Sozial-medizinisches "Pileuses de Mil" in Dakar/Senegal (Kosten der med. Betreuung)
- Hospital in Damongo/Ghana (Aufbau eines regionalen Krankenversicherungssystems)
- Hospital in Thiès/Senegal (Anschaffung Krankentransportwagen, Beschaffung med. Geräte)
- Hospital in Monrovia/Liberia (Tuberkuloseprogramm)
- Lepra- und Rehazentrum Nidadavole/Andhra Pradesh-Indien (Baumaßnahmen, Betriebskosten)
- mobiler Lepradienst in Sangareddy/Andhra Pradesh-Indien (Fahrzeuge, Betriebskosten)
- mobiler Lepradienst in Pedda Uminthal/Andhra Pradesh-Indien (Fahrzeuge, Betriebskosten)
Formen der Hilfe:
Die Aktion finanziert entsprechend den jeweils getroffenen Projektvereinbarungen z.B. Betriebs- und Personalkosten, notwendige Baumaßnahmen, Medikamente, Ausbildungsprogramme für einheimisches Personal, gesundheitliche Aufklärungskampagnen, Anschaffung med. Geräte, Kauf von Kraftfahrzeugen, Brunnenbau usw. Sie beschafft notwendige Hilfsgüter und organisiert den Containerversand (z.B. Senegal, Zaire, Uganda, Togo). Sie berät die Projekte in Sachfragen und knüpft für sie Kontakte zu anderen nationalen und internationalen Organisationen und staatlichen Stellen, z.B. UNICEF, WHO, Fondation Damien/Belgien, DAHW, Misereor, AGEH, Deutsche Welthungerhilfe usw. Bei Bedarf engagiert sie über Partnerorganisationen in Deutschland und Belgien europäische Fachkräfte für den Einsatz in den jeweiligen Ländern. Die Aktion ist Mitglied im "Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen" (VENRO).
Publikationen
* MBOGI - Zeitung für Freunde und Förderer (2 x jährlich)
* GESUNDHEIT SCHAFFT ENTWICKLUNG - Broschüre
* GRUNDSÄTZE UNSERER PROJEKTARBEIT - Paper
* KEUR MASSAR - Das alte Wissen Afrikas (Video, 18 min.)
* PROJEKTE - Einzelinfos zu Projekten der Aktion, Ansprechpartner: Geschäftsführer Reinhard Micheel via Geschäftsstelle oder privat 0234/35 44 75
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9.
Medicus Mundi Schweiz (Internet)
"Wir sind Schrittmacherin für eine ganzheitliche und angepasste Gesundheitsversorgung in Ländern des Südens, des Ostens und der Schweiz." (Leitbild von Medicus Mundi Schweiz).
Medicus Mundi Schweiz ist ein Netzwerk von 25 Schweizerischen Organisationen, die in der Gesundheitszusammenarbeit tätig sind. Medicus Mundi Schweiz fördert die Netzwerkarbeit zwischen den Mitgliedorganisationen, interessierten Einzelpersonen und der schweizerischen Öffentlichkeit.
1998 feierte Medicus Mundi Schweiz das 25jährige Jubiläum ihres Bestehens. Medicus Mundi Schweiz wurde 1973 als nationaler Zweig von Medicus Mundi International gegründet. Ursprünglich eine Organisation von Ärztinnen und Ärzten mit Erfahrung im Gesundheitswesen der Dritten Welt, spricht Medicus Mundi Schweiz heute ein erweitertes Publikum an: Gesundheitspersonal im weiteren Sinne sowie alle, die sich für Fragen der Gesundheit und der Entwicklungspolitik interessieren.
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10.
IAMANEH Schweiz (Internet)
IAMANEH Schweiz wurde 1978 als Schweizer Sektion eines internationalen Netzwerkes mit über 30 Mitgliederorganisationen in Nord- und Südländern gegründet. Die regionalen Schwerpunkte des Engagements liegen in Westafrika, in Osteuropa und auch in der Schweiz.
IAMANEH Schweiz unterstützt Projekte und Partnerorganisationen in Ländern, in denen die Gesundheit von Frauen und Kindern besonders gefährdet ist; etwa durch die Folgen von Armut und Krieg. Regionen, die eine hohe Kinder- und Müttersterblichkeit aufweisen, stehen im Mittelpunkt. IAMANEH setzt sich ein für die Verbesserung und den Schutz der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit von Frauen und Kindern.
IAMANEH Schweiz ist politisch und konfessionell neutral.
IAMANEH Schweiz ist Mitglied der ZEWO, deren Gütesiegel den gemeinnützigen und zweckbestimmten Einsatz der Mitteln garantiert.
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